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 < zurück        verfasst am 22.06.2017 18:21

Abhilfe und Problemlösungen bei Brennerdüsenstörungen

Eine optimale Verbrennung kann nur erreicht werden, wenn der Brenner, der Feuerraum, Schornstein und Luftversorgung komplett aufeinander abgestimmt sind. Daher sind die Ursachen für schlechte Verbrennungergebnisse nicht allein nur bei der Düse zu suchen. Es kann auch am Brenner oder der falschen Belüftung liegen. Wenn die Düse beim Einschalten des Brennners tropft, liegt es oft am Magnetventil, das fehlerhaft ist, oder wenn die Brennerpumpe verschmutzt ist.



a) Nachtropfen
Das Nachtropfen während der Brenner läuft, kann auf eine Undichtigkeit zwischen Düse und Düsenhalter hinweisen. Eventuell ist auch der Öldruck zu gering. Ölkoks an der Düsenöffnung kann ebenfalls eine Ursache sein. Falls die Düse beim Ausschalten Öl einspritzt, kann Luft im Ölrohr oder eine Störung am Magnetventil oder an der Pumpe in Frage kommen.


b) Flamme

Eine schief brennende Flamme kann von einer verschmutzten oder defekten Düse herkommen, aber auch von der nicht zentrischen Anordnung der Düse im Flammrohr. Eventuell ist eine Beschädigung am Flammrohr.


c) Ölkoks

Eine Bildung von Ölkoks an der Düse oder auch an den Elektroden entsteht durch Überhitzung von flüssigem Öl. Dies kann bei starker Wärmestrahlung durch ausgemauerte Brennräume entstehen. 
Falsch angeordnete Zündelektroden können mit Öl benetzt werden. Dabei entsteht Ölkoks.


d) Rußbildung

Rußbildung in der Flamme beruht grundsätzlich auf einem Sauerstoffmangel bei der Verbrennung. Dieser Fall ist nicht nur auf falsche Luftzufuhr (zu wenig Zugluft) im Heizraum; als auch auf unstabile Zugverhältnisse im Schornstein, oder die richtige Kombination von Düse, Stauscheibe und Brennerkopf, so wie einem nicht korrekten Pumpendruck zurück zu führen. 

Bei länger anhaltendem Frost kann auch stark abgekühltes Heizöl eine gute Zerstäubung beeinträchtigen. 
Auch dies kann als Ursache in Frage kommen. Fettig, übelriechender Glanzruß kann bei großem Luftüberschuss entstehen. Dabei wird ein Teil des entzündeten Ölnebels stark abgekühlt, dass er nicht mehr vollständig verbrennt. Bei der Einstellung der Heizanlage soll deshalb neben der Kontrolle des CO²-Gehaltes eine Rußprobe durchgeführt werden.


e) Zündung

Eine verpuffungsartige Zündung des Öls kann oft an einer zu weit vorne angeordneten Düse oder falsch angeordneten Elektrode liegen. Die Veränderung des Sprühmusters durch eine beschädigte oder defekte Düse oder ein zu niedriger Öldruck kann ebenfalls die Ursache sein. In der Flamme entsteht durch die Verbrennung ein Licht- und Funkeneffekt von feinen Kohlepartikeln. Es verursacht eine starke Verschmutzung. Auch dafür sind defekte Stauscheibe, Brennerkopf, Düse, zu hoher Luftüberschuss oder auch dickflüssiges bzw. zu kaltes Öl oft die Ursache. Eine Undichtheit zwischen Düse und Düsenhalter ist hierbei normalerweise ausgeschlossen. 

Wenn beim Anziehen der Düse zu viel Kraft aufgewendet wird, können jedoch die Dichtungsflächen beschädigt werden und ein Leck entstehen. Die Dichtungsfläche sollte sorgfältig, aber behutsam gereinigt werden und die Düse nur mäßig, ohne Verwendung von Dichtungsmitteln, angezogen werden.


f) Abgastemperatur

Ist die Abgastemperatur zu hoch kann bei großem Luftüberschuss, verrußten Heizflächen, zu hohen Öldruck, eine zu groß gewählte Düse zurückgeführt werden. Dagegen kann eine zu niedrige Abgastemperatur entstehen, wenn die Düse zu klein gewählt wurde, der Düsenfilter verstopft ist, der Öldruck zu niedrig eingestellt ist. Eventuell kann auch Brennkammer oder der Schornstein eine Undichtheit aufweisen.


g) Ölaustritt

Falls die Düse einen unregelmäßigen Ölaustritt aufweist, sollte das Druckregelventil der Pumpe auf einen Defekt geprüft werden. Eventuell ist die Pumpe stark abgenutzt. Eventuell ist die Düse, der Ölfilter oder die Pumpe defekt. Auch das Rückschlagventil in der Saugleitung kann undicht oder verschmutzt sein. Außerdem kann die Pumpenkupplung oder das Magnetventil beschädigt sein.


h) Wartung

Die senkrechte Wartungsposition moderner Brenner bietet viele Vorteile. Beim Austausch der Düse sollten auf jeden Fall Schmutzpartikel ausgeschlossen sein.

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